Abhängigkeiten vermeiden

Immer wieder geraten Unternehmen ohne große Not in Abhängigkeiten, die sie viel Geld oder Handlungsspielraum kosten und ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Strategisch betrachtet ist es für Unternehmen extrem wichtig beweglich zu bleiben und aus einer guten Position heraus möglichst viele Handlungsoptionen zu behalten. Das ermöglicht es einem Unternehmen schnell auf neue Herausforderungen zu reagieren, oder Erpressbarkeit durch fehlende Alternativen zu verhindern.

1. Führen Sie bereits zu Anfang des Projekts eine Risikoanalyse durch.

2. Legen Sie Service-Levels fest, die von unterschiedlichen Dienstleistern garantiert werden können.

3. Orientieren Sie die Vertragsleistungen an Standards. Vermeiden Sie Individualleistungen, wo es möglich ist.

4. Schließen Sie vertraglich aus, dass der Provider die Leistungen und die Tools, mit denen er diese erbringt, so verändert, dass nur noch er sie erbringen kann.

5. Schreiben Sie die Vertragsleistungen vor Vertragsende erneut aus, damit Sie sie auch mit den Angeboten anderer Provider vergleichen können.

6. Bringen Sie während der Vertragslaufzeit keine neuen Leistungen ein, die Sie durch individuelle Bestandteile an den Dienstleister binden.

7. Lassen Sie sich im Stress des Tagesgeschäftes nicht auf kurzfristige individuelle Lösungen ein. Schon wenige Minuten, die Sie in Planung und Nachdenken investieren, können nachhaltige Abhängigkeiten verhindern.

8. Vermeiden Sie Joint-Ventures mit dem Dienstleister. Was sich anfangs rechnet und Ihnen Einfluss sichert, führt im Nachhinein meist zum Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Welcher Provider glaubt an den Wechsel, wenn Sie an einem Wettbewerber beteiligt sind?

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