Gute Absicht

Wenn wir unsere Umgebung betrachten, springt ins Auge, dass wir von «guten Absichten» geradezu umstellt sind. Es kommt aber auf die guten Absichten allein nicht an; sie müssen begleitet sein von dem Vermögen, sie zu realisieren. Das Hegen guter Absichten ist eine äußerst anspruchslose Geistestätigkeit. Mit dem Entwerfen von Plänen zur Realisierung der hehren Ziele sieht es anders aus. Dafür braucht man Intelligenz. Die Hochschätzung der guten Absichten allein ist keineswegs ange­bracht, im Gegenteil!

Meines Erachtens ist die Frage offen, ob «gute Absichten + Dummheit» oder «schlechte Absichten + Intelligenz» mehr Un­heil in die Welt gebracht haben. Denn Leute mit guten Absich­ten haben gewöhnlich nur geringe Hemmungen, die Realisie­rung ihrer Ziele in Angriff zu nehmen. Auf diese Weise wird Unvermögen, welches sonst verborgen bliebe, gefährlich, und am Ende steht dann der erstaunt-verzweifelte Ausruf: «Das ha­ben wir nicht gewollt!»

Ist es nicht oft gerade das Bewusstsein der «guten Absichten», welches noch die fragwürdigsten Mittel heiligt? Den Leuten mit den «guten Absichten» fehlt auf jeden Fall das schlechte Gewis­sen, welches ihre Mitmenschen mit den schlechteren Absichten vielleicht doch manchmal ein wenig am Handeln hindert. Es ist oft gesagt, aber selten gehört worden, dass der abstrakte Wunsch, allen Menschen das Paradies zu bereiten, der beste Weg zur Er­zeugung einer konkreten Hölle ist. Das hängt mit den «guten Absichten», die auch ohne jede Kompetenz zum Handeln an­treiben, eng zusammen. (Denn das Gute muss man natürlich durchsetzen, koste es, was es wolle!)

Quelle: Dörner Dietrich, Die Logik des Misslingens, rororo 2003, S.15-16

10 Eigenschaften herausragender Führungskräfte

1. Vorbildhaft – ein Vorbild und Mentor sein für sich selbst und andere.
2. Visionär – den anderen eine Richtung vorgeben.
3. Kommunikativ – richtig zuhören und überlegt sprechen.
4. Vertrauenswürdig – sich konsistent, ethisch und fair verhalten.
5. Ruhig – unter Druck gelassen bleiben, vor allem, wenn etwas schief geht.
6. Aufgeschlossen – offen sein für konstruktive Kritik oder Meinungsverschiedenheiten.
7. Professionell – sich am Arbeitsplatz seriös verhalten, auch beim „after work drink“.
8. Klar – Sachverhalte verständlich darstellen, um keine Verwirrung aufkommen zu lassen.
9. Interessiert – andere Menschen und ihre Meinungen sowie ihre Fähigkeiten, wichtige Ergebnisse zu erzielen, respektieren.
10. Hilfsbereit – andere dabei unterstützen, ihre Stärken weiter aufzubauen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen

Abhängigkeiten vermeiden

Immer wieder geraten Unternehmen ohne große Not in Abhängigkeiten, die sie viel Geld oder Handlungsspielraum kosten und ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Strategisch betrachtet ist es für Unternehmen extrem wichtig beweglich zu bleiben und aus einer guten Position heraus möglichst viele Handlungsoptionen zu behalten. Das ermöglicht es einem Unternehmen schnell auf neue Herausforderungen zu reagieren, oder Erpressbarkeit durch fehlende Alternativen zu verhindern.

1. Führen Sie bereits zu Anfang des Projekts eine Risikoanalyse durch.

2. Legen Sie Service-Levels fest, die von unterschiedlichen Dienstleistern garantiert werden können.

3. Orientieren Sie die Vertragsleistungen an Standards. Vermeiden Sie Individualleistungen, wo es möglich ist.

4. Schließen Sie vertraglich aus, dass der Provider die Leistungen und die Tools, mit denen er diese erbringt, so verändert, dass nur noch er sie erbringen kann.

5. Schreiben Sie die Vertragsleistungen vor Vertragsende erneut aus, damit Sie sie auch mit den Angeboten anderer Provider vergleichen können.

6. Bringen Sie während der Vertragslaufzeit keine neuen Leistungen ein, die Sie durch individuelle Bestandteile an den Dienstleister binden.

7. Lassen Sie sich im Stress des Tagesgeschäftes nicht auf kurzfristige individuelle Lösungen ein. Schon wenige Minuten, die Sie in Planung und Nachdenken investieren, können nachhaltige Abhängigkeiten verhindern.

8. Vermeiden Sie Joint-Ventures mit dem Dienstleister. Was sich anfangs rechnet und Ihnen Einfluss sichert, führt im Nachhinein meist zum Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Welcher Provider glaubt an den Wechsel, wenn Sie an einem Wettbewerber beteiligt sind?